Wie hoch sollte Ihre BU-Rente sein?
Berechnen Sie Ihren Bedarf an Berufsunfähigkeitsrente, damit Sie im Ernstfall Ihren Lebensstandard halten können.
Empfohlene BU-Rente
pro Monat (Faustregel: ca. 80% des Nettoeinkommens)
Berechnung im Detail
Was kostet eine BU-Versicherung?
Schätzen Sie den monatlichen Beitrag einer Berufsunfähigkeitsversicherung anhand von Alter, Beruf und gewünschter BU-Rente.
Geschätzter Monatsbeitrag
Schätzwert, ca. Spanne
Pro Jahr
0 EUR
BU-Rente p.a.
0 EUR
Laufzeit
0 Jahre
So berechnen Sie Ihre Berufsunfähigkeitsrente richtig
Die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) gehört zu den wichtigsten Versicherungen überhaupt: Sie ersetzt Ihr Einkommen, wenn Sie Ihren Beruf aus gesundheitlichen Gründen dauerhaft nicht mehr ausüben können. Doch wie hoch sollte die BU-Rente eigentlich sein? Genau das zeigt Ihnen unser Rechner in wenigen Sekunden.
Wie hoch sollte die BU-Rente sein?
Als Faustregel empfehlen Verbraucherschützer eine BU-Rente von etwa 70 bis 80 Prozent des Nettoeinkommens. Wer 2.500 € netto verdient, sollte also eine BU-Rente von rund 1.750 € bis 2.000 € absichern. Der Rechner geht noch genauer vor: Er berücksichtigt Ihre tatsächlichen Fixkosten (Miete, Kredite, Versicherungen), weitere Einkünfte im BU-Fall (z. B. Erwerbsminderungsrente) und einen Sicherheitspuffer.
Beispielrechnung: Nettoeinkommen 2.400 €, Fixkosten 1.600 €, keine weiteren Einkünfte, 10 % Puffer. Ergebnis: Der monatliche Bedarf liegt bei rund 1.760 € – deutlich mehr, als viele Menschen absichern.
BU-Rente Tabelle: Richtwerte nach Nettoeinkommen
| Nettoeinkommen | Empfohlene BU-Rente (70–80 %) |
|---|---|
| 1.500 € | 1.050 – 1.200 € |
| 2.000 € | 1.400 – 1.600 € |
| 2.500 € | 1.750 – 2.000 € |
| 3.000 € | 2.100 – 2.400 € |
| 3.500 € | 2.450 – 2.800 € |
| 4.000 € | 2.800 – 3.200 € |
Warum die gesetzliche Erwerbsminderungsrente nicht reicht
Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente greift nur bei Erwerbsunfähigkeit in jedem Beruf, nicht in Ihrem erlernten Beruf – und sie liegt meist deutlich unter dem bisherigen Nettoeinkommen. Deshalb entsteht ohne private BU-Absicherung fast immer eine große Versorgungslücke.
Diese Faktoren beeinflussen Ihren BU-Beitrag
- Alter beim Abschluss: Je jünger, desto günstiger – ein Abschluss mit 25 kostet oft nur die Hälfte eines Abschlusses mit 40.
- Beruf: Büroberufe zahlen weniger als körperlich arbeitende Berufe.
- Gesundheitszustand: Vorerkrankungen können zu Zuschlägen oder Ausschlüssen führen.
- Höhe der BU-Rente und Laufzeit: Eine Absicherung bis zum Rentenalter (67) ist empfehlenswert.
Worauf Sie im BU-Vertrag achten sollten
Nicht nur die Höhe der Rente entscheidet – auch die Vertragsbedingungen bestimmen, ob die Versicherung im Ernstfall wirklich zahlt:
- Verzicht auf abstrakte Verweisung: Der Versicherer darf Sie nicht auf einen anderen Beruf verweisen, den Sie theoretisch noch ausüben könnten.
- Nachversicherungsgarantie: Bei Heirat, Geburt eines Kindes oder Gehaltssprung können Sie die BU-Rente ohne neue Gesundheitsprüfung erhöhen.
- Prognosezeitraum von 6 Monaten: Die Leistung sollte bereits gezahlt werden, wenn Sie voraussichtlich 6 Monate berufsunfähig sind – nicht erst nach Jahren.
- Rückwirkende Leistung: Wird die Berufsunfähigkeit erst später festgestellt, sollte rückwirkend gezahlt werden.
- Weltweiter Versicherungsschutz: Wichtig, falls Sie im Ausland arbeiten oder leben.
BU-Beitrag senken: diese Hebel wirken wirklich
Der Beitrag hängt vor allem von Eintrittsalter, Berufsgruppe, Gesundheitszustand, Rentenhöhe und Laufzeit ab. So sparen Sie, ohne den Schutz zu schwächen:
- Früh abschließen: Wer jung und gesund startet, zahlt dauerhaft deutlich weniger – oft lohnt der Abschluss schon in Ausbildung oder Studium.
- Berufsgruppe prüfen: Versicherer stufen Berufe unterschiedlich ein. Ein Vergleich mehrerer Anbieter kann den Beitrag erheblich senken.
- Laufzeit nicht verkürzen: Ein Vertrag nur bis 60 statt 67 spart Beitrag, reißt aber genau in den risikoreichsten Jahren eine Lücke.
- Gesundheitsfragen ehrlich beantworten: Falsche Angaben gefährden den gesamten Schutz – Ehrlichkeit ist hier die beste Sparstrategie.
Passende Rechner auf Nestiex
Ermitteln Sie zuerst Ihr genaues Nettoeinkommen mit dem Brutto-Netto-Rechner – es ist die Basis jeder BU-Berechnung. Den voraussichtlichen Beitrag schätzen Sie mit dem Berufsunfähigkeitsversicherung-Beitragsrechner. Bei längerer Krankheit vor der Berufsunfähigkeit greift zunächst das Krankengeld – berechnen Sie es mit dem Krankengeld-Rechner. Und damit auch im Alter alles passt: Private-Altersvorsorge-Rechner und PKV-Beitragsrechner.
Häufige Fragen zum BU Versicherung Rechner
Ist die Berechnung verbindlich?
Nein. Der Rechner liefert eine Orientierung für Ihren Bedarf. Das konkrete Angebot erhalten Sie vom Versicherer nach einer Gesundheitsprüfung.
Sollte ich die BU-Rente dynamisch gestalten?
Ja, eine Beitrags- und Leistungsdynamik schützt vor Inflation – Ihre BU-Rente wächst mit den Lebenshaltungskosten.
Was ist der Unterschied zwischen BU und Erwerbsunfähigkeitsversicherung?
Die BU zahlt, wenn Sie Ihren Beruf nicht mehr ausüben können. Die Erwerbsunfähigkeitsversicherung zahlt erst, wenn Sie gar keinen Beruf mehr ausüben können – sie ist günstiger, aber deutlich schwächer.
Wie hoch ist die gesetzliche Erwerbsminderungsrente?
Die volle Erwerbsminderungsrente liegt im Durchschnitt deutlich unter 1.000 € im Monat und wird nur gezahlt, wenn Sie weniger als drei Stunden täglich in irgendeinem Beruf arbeiten können. Für die meisten reicht das nicht, um den Lebensstandard zu halten.
Was kostet eine BU-Versicherung im Monat?
Das hängt von Alter, Beruf, Gesundheitszustand, Rentenhöhe und Laufzeit ab. Büroberufe sichern sich oft schon für einen niedrigen zweistelligen Monatsbeitrag ab, körperlich arbeitende Berufe zahlen spürbar mehr. Ein früher Abschluss senkt den Beitrag dauerhaft.
Ist der BU-Beitrag steuerlich absetzbar?
Grundsätzlich ja – als sonstige Vorsorgeaufwendungen. In der Praxis ist der Höchstbetrag aber häufig bereits durch Kranken- und Pflegeversicherung ausgeschöpft, sodass sich oft keine zusätzliche Ersparnis ergibt.