Wer nach Schweden reist, merkt schnell: Das Kartenterminal fragt oft nach Trinkgeld – aber erwartet wird es kaum. In Schweden ist der Service im Preis enthalten, Trinkgeld ist eine freiwillige Geste. Hier erfährst du, wann und wie viel du geben kannst.
Das Wichtigste in Kürze
- Keine Pflicht: Niemand denkt schlechter von dir, wenn du kein Trinkgeld gibst.
- Restaurant: Service ist im Preis enthalten. Bei gutem Service aufrunden oder 5 bis 10 %.
- Bar, Café: pro Getränk kein Trinkgeld üblich.
- Taxi, Hotel: nichts wird erwartet.
- Kartenterminal: „0 %“ oder „kein Trinkgeld“ zu drücken ist völlig normal.
Wie viel Trinkgeld gibt man in Schweden im Restaurant?
Laut Stockholm Tourism ist der Service bereits im Preis auf der Speisekarte enthalten – damit wird das Personal bezahlt. Bei gutem Service kannst du aufrunden oder 5 bis 10 % geben. In der Stockholmer Innenstadt werden rund 10 % immer üblicher.
The Local Sweden zitiert das schwedische Tourismusamt: 10 % sind ein „schönes Trinkgeld“, alternativ rundest du auf eine glatte Summe auf – zum Beispiel 400 Kronen bei einer Rechnung über 380 Kronen. Trinkgeld ist eher beim Abendessen in gehobenen Restaurants üblich als beim Mittagsangebot.
| Rechnung | 5 % | 10 % |
|---|---|---|
| 250 SEK | 12,50 SEK | 25 SEK |
| 380 SEK | 19 SEK | 38 SEK |
| 600 SEK | 30 SEK | 60 SEK |
| 1.000 SEK | 50 SEK | 100 SEK |
Der Trinkgeld-Rechner funktioniert mit jeder Währung, also auch mit Schwedischen Kronen (SEK).
Trinkgeld in Bar und Café
In schwedischen Bars ist Trinkgeld pro Getränk nicht üblich (Stockholm Tourism). In einer Cocktailbar oder bei Bedienung am Tisch ist Aufrunden eine nette Geste. In Bars, Cafés und Fast-Food-Läden ist das Personal laut The Local eher von einem Trinkgeld überrascht als von keinem.
Trinkgeld im Taxi und im Hotel
- Taxi: Aufrunden ist freiwillig, erwartet wird nichts. Bei Uber und Bolt gibt es ein freiwilliges Trinkgeld in der App, das die meisten Schweden auslassen (Stockholm Tourism).
- Hotel: Trinkgeld gehört nicht zur schwedischen Hotelkultur. Für Zimmerreinigung oder Gepäckträger wird nichts erwartet (Stockholm Tourism).
- Friseur: Trinkgeld ist selten (The Local).
- Ausnahme Free Walking Tour: Hier ist Trinkgeld der Lohn des Guides. Stockholm Tourism nennt 100 bis 200 SEK pro Person.
Trinkgeld am Kartenterminal
In vielen Lokalen bekommst du das Kartenterminal in die Hand und tippst den Betrag selbst ein, manche Geräte schlagen Prozentwerte vor. Diese Abfrage ist Standard und kein Hinweis darauf, dass Trinkgeld erwartet wird. „0 %“ oder „kein Trinkgeld“ zu wählen ist völlig normal – in Cafés und Bars machen das die meisten Schweden (Stockholm Tourism).
Warum ist Trinkgeld in Schweden unüblich?
Der Service ist im Preis enthalten. Laut The Local lehnen mehrere schwedische Gewerkschaften Trinkgeld sogar ab: Sie setzen auf gute Löhne über Tarifverträge statt auf die Großzügigkeit der Gäste.
Was heißt Trinkgeld auf Schwedisch?
Trinkgeld heißt auf Schwedisch „dricks“ – kurz für drickspengar, wörtlich „Trinkgeld“. Das Verb dazu ist dricksa (The Local).
Häufige Fragen
Gibt man in Schweden Trinkgeld?
Es ist freiwillig. Im Restaurant runden viele bei gutem Service auf oder geben 5 bis 10 %, in Bars, Taxis und Hotels wird nichts erwartet.
Wie viel Trinkgeld gibt man in Schweden?
Im Restaurant bei gutem Service 5 bis 10 % oder aufrunden.
Muss ich am Kartenterminal Trinkgeld geben?
Nein. „0 %“ zu wählen ist in Schweden völlig normal.
Was heißt Trinkgeld auf Schwedisch?
„Dricks“.
Mehr aus Skandinavien: Trinkgeld in Dänemark. Und zum Vergleich: Trinkgeld in Deutschland.
Quellen: Stockholm Tourism – Tipping in Stockholm, The Local Sweden – Tipping etiquette, ZDFheute – Trinkgeld im Urlaub. Stand: Oktober 2026.